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Reisetipps

Great Zimbabwe

UNESCO-Welterbe Great Zimbabwe, © Deutsche Botschaft Harare

14.03.2018 - Artikel

Die Viktoriafälle, die „Big Five“ und wunderschöne Landschaften: Reisen nach Simbabwe sind grundsätzlich möglich, allerdings sollten Sie einige Hinweise beachten.

Klima und Kleidung

Die Jahreszeiten der südlichen Hemisphäre sind denjenigen der nördlichen entgegengesetzt. Von Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit, von November bis April Regenzeit. Die stärksten und häufigsten Regenfälle werden in den Monaten Januar und Februar registriert. Während der heißen Jahreszeit (Oktober/November) liegen die Temperaturmaxima bei 33 Grad C im Schatten, die Temperaturminima bei 10 Grad C, in den Wintermonaten (Juni/Juli/August) steht die Maximaltemperatur bei 23 Grad C und die Minimaltemperatur bei 2 Grad C mit täglichen Schwankungen von häufig 20 Grad C und mehr. Nachts tritt vereinzelt Bodenfrost auf. Auch nach einem warmen Wintertag kann es also nach Sonnenuntergang sehr kühl werden. Lange Kleidung (Fleece- oder Strickjacken) sollten ebenso eingepackt werden wie T-Shirts und Shorts. Während der Regenzeit gehören auch Regenkleidung und feste Schuhe ins Gepäck.

 

Zeitverschiebung

Simbabwe liegt in der Central Africa Time (CAT), d.h. während der mitteleuropäischen Sommerzeit gibt es keine Differenz zwischen Deutschland und Simbabwe. Während der Winterzeit beträgt der Zeitunterschied dann eine Stunde (MEZ +1).

Netzspannung

Wie in Deutschland beträgt die Spannung 220/230 V bei 50 Hz. Die Steckdosen folgen dem britischen (nicht südafrikanischen) 3-Pin-System, ein Adapter ist notwendig.

Telefon und Internet

Deutsche Dualband-Mobiltelefone aller Netze funktionieren mit Global Roaming in Simbabwe grundsätzlich, allerdings kann es zu Verzögerungen beim SMS-Versand kommen. Die Vorwahl für Deutschland ist +49, für Simbabwe +263. Das Mobilnetz ist in Städten und auf Hauptstrecken gut ausgebaut, in Nationalparks und anderen entlegenen Gebieten jedoch praktisch überhaupt nicht vorhanden. In größeren Städten und Touristenzentren (Harare, Bulawayo, Victoria Falls) gibt es Internetcafés mit guter Verbindung. Drahtloser Internetzugang (WiFi) kann in vielen Cafés, Restaurants oder Hotels kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr genutzt werden.

Zahlungsmittel und Banken

Die Versorgung mit Bargeld durch Abhebung mit internationalen Bankkarten an Bankautomaten ist fast unmöglich. Kreditkarten werden nur noch sehr selten akzeptiert; wenn überhaupt, dann zumeist Visa-Kreditkarten, Mastercard hingegen kaum noch. Reisende sollten ihre Reise daher mit ausreichend Bargeld antreten. Auf das dadurch erhöhte Diebstahlrisiko wird ausdrücklich hingewiesen.
Die gängige Währung in Simbabwe ist der 2009 als Zahlungsmittel eingeführte US-Dollar (US-$). In der Regel wird bar bezahlt. Es ist ratsam, nach Ankunft größere Geldbeträge in Hotels etc. im Safe zu deponieren, um das Diebstahlrisiko zu minimieren.
Am 28. November 2016 hat die Zentralbank sogenannte „Bond Notes“ im Verhältnis 1:1 zum US-$ eingeführt. Die Bond Notes sollen den US-$ ergänzen, nicht ersetzen, und sind nur in Simbabwe gültiges Zahlungsmittel. Gleiches gilt für die bereits seit längerer Zeit im Umlauf befindlichen „Bond Coins“. Ein Rückumtausch in US-Dollar ist in der Regel nicht möglich.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über „Western Union“ Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet „Western Union“ mit der „Reisebank“ zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.
Die Freigrenze für die zollfreie Einfuhr von Waren und Gütern bei der Einreise wurde nach Angaben der zuständigen Behörden Anfang 2016 auf 200,- US-Dollar reduziert. Es wird empfohlen, sich vor Antritt der Reise bei den simbabwischen Behörden über den aktuellen Stand zu informieren.


Trinkgeld

In Hotels und Restaurants wird üblicherweise Trinkgeld in Höhe von 5-10% des Rechnungsbetrags gegeben.

Verkehr

In Simbabwe herrscht Linksverkehr. Ungeübte sollten sich genügend Zeit nehmen, sich an diese Fahrweise zu gewöhnen. Auch als Fußgänger sollten Sie dies bei Straßenüberquerungen beachten. Taxis sollten über die Rezeption Ihres Hotels bestellt werden. Internationale Autovermietungen sind vorhanden. Für die Anmietung eines Wagens reicht bei manchen Vermietern der nationale Führerschein aus, andere verlangen allerdings einen internationalen Führerschein. Diesen können Sie bei Ihrer Straßenverkehrsbehörde ausstellen lassen.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung auf dem Lande und in der Hauptstadt ist mit westeuropäischen Strukturen nicht vergleichbar. Es gibt zumindest in der Hauptstadt einige Kliniken und Krankenhäuser (Privatsektor) mit sehr ordentlichen Verhältnissen. Sehr schwer erkrankte Patienten sollten nach Südafrika oder Deutschland ausgeflogen werden. In vielen Apotheken findet sich eine zufriedenstellende Ausstattung mit Medikamenten. Bei Reisen in abgelegene Landesteile sollten Reisende jedoch eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt. Weitere Hinweise zum Thema Gesundheit (in Simbabwe vorherrschende Krankheiten, Impfempfehlungen etc.) finden Sie bei den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Besondere Zollvorschriften

Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen. Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis („Temporary Import Permit“) notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet. Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der simbabwischen Botschaft in Berlin. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Haftungsausschluss

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der o.g. Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann seitens der Deutschen Botschaft Harare nicht übernommen werde


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